Augsburger Sagenvideos

MMitten in der Augsburger Altstadt, unweit des Klosters St. Ursula, steht ein schmaler alter Turm, an dem viele achtlos vorübergehen. Doch der Fünffingerlesturm trägt eine düstere Erinnerung in sich: die Geschichte eines Diebes, der in einer Zeit von Hunger und Unruhen das Kloster berauben wollte, gefasst wurde – und dafür seine Hand verlor. Seit jener Nacht, so heißt es, erscheine an der Mauer immer wieder ein seltsamer Abdruck: fünf Finger, mal blass wie Kalk, mal rot wie frisches Blut. Wer nachts hier vorbeikommt, hört manchmal ein Kratzen am Stein – und spürt, dass dieser Ort seine Geschichte nicht vergessen hat. Dieses Video erzählt die Sage vom Fünffingerlesturm: von Schuld, Strafe und einem Schatten, der bis heute nach seiner verlorenen Hand sucht.

Augsburg Karte
Aktueller Standort: Fünffingerlesturm

Der Oblatterwall

Der Oblatterwall gehört zu den letzten gut erhaltenen Resten der Augsburger Stadtbefestigung.

EEntstanden im 15. und 16. Jahrhundert, war er Teil eines ausgeklügelten Verteidigungssystems aus Mauern, Gräben und Bastionen. Von hier aus wurde die Stadt überwacht, geschützt und im Ernstfall verteidigt. Heute wirkt der Wall ruhig und fast verborgen. Zwischen Bäumen und Wegen ist kaum noch vorstellbar, dass hier einst Wachen standen und Geschütze ausgerichtet waren. Die massiven Erdwerke und Mauern erzählen dennoch von einer Zeit, in der Augsburg eine der bedeutendsten Städte Europas war – und sich entsprechend sichern musste. Der Fünffingerlesturm steht in direkter Verbindung zu dieser Anlage. Er markiert einen Punkt, an dem Verteidigung sichtbar wird – und gleichzeitig endet.

Kahnfahrt

Direkt am Fuß des Oblatterwalls liegt die Augsburger Kahnfahrt – ein Ort, der sich völlig anders anfühlt als die umliegende Stadt.

AAuf dem ruhigen Wasser gleiten kleine Boote durch den alten Stadtgraben, umgeben von Bäumen und historischen Mauern. Die Kahnfahrt hat eine lange Tradition. Bereits im 17. Jahrhundert wurde hier gerudert, offiziell als Bootsverleih existiert der Ort seit 1876. Bis heute ist dieses Stück Augsburg lebendig geblieben. Im Sommer sitzen Menschen im kleinen Biergarten am Ufer, während Boote lautlos vorbeiziehen. Es ist einer der wenigen Orte, an denen die Stadt für einen Moment still wird. Zwischen Wasser, Grün und alten Mauern entsteht eine Atmosphäre, die eher an einen verborgenen Garten erinnert als an eine Großstadt.

Schatztruhe

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1. Wo befindet sich der Fünffingerlesturm?

2. Wozu diente der Fünffingerlesturm ursprünglich?

3. Was prägt die Umgebung des Oblatterwalls bis heute besonders?

4. Was gehört heute zur Stimmung an der Augsburger Kahnfahrt?

5. Warum passt der Fünffingerlesturm so gut zu einer Sage?

Ergebnis

Der steinerne Mann

In einer Zeit, in der Augsburg noch von Mauern geschützt wurde, wachte ein einfacher Bäcker über die Stadt. Als Feinde die Mauern belagerten und die Vorräte zur Neige gingen, fasste er einen mutigen Entschluss.

“Zwischen alten Mauern und vergessenen Pfaden warten Geschichten darauf, wiedergefunden zu werden.”

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