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MMitten darin: eine slawische Burg, ein Horst im Moor. Im Jahr 1007 taucht der Name „Jutriboc“ erstmals in einer Chronik auf. 1174 erhielt Jüterbog das Magdeburger Stadtrecht — und wurde damit zur zweitältesten Stadt des heutigen Landes Brandenburg. Als Exklave des Erzstifts Magdeburg entwickelte sich Jüterbog zu einem bedeutenden Fernhandelszentrum. Sechs Meter hohe Mauern, Wall und Graben, drei bewachte Tore — nachts geschlossen. Drumherum Sumpf. Eine Stadt, die sich hinter sich selbst verschloss. Der Dreißigjährige Krieg traf Jüterbog hart: Die Einwohnerzahl sank von 4.000 auf nur noch 300. Die Mauern blieben. Die Türme blieben. Neun Wehrtürme haben bis heute allen Abrissarbeiten widerstanden — Pulverturm, Eierturm, der Schiefe Turm und der Mäuseturm, schon ihre Namen sind voller Geschichten.
JJohann Tetzel verkaufte hier 1517 Ablassbriefe — und provozierte damit Martin Luther so sehr, dass er seine 95 Thesen verfasste. Der sogenannte Tetzelkasten in der Nikolaikirche steht noch heute dort, wo das Geld eingeworfen wurde. Wallenstein weilte hier während des Dreißigjährigen Krieges. Friedrich der Große eröffnete von Jüterbog aus den Siebenjährigen Krieg. Zu Kaiser-Wilhelms-Zeiten galt die Stadt als größte Garnisonsstadt Deutschlands. Und Theodor Fontane verewigte sie in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Eine Stadt, die immer im Weg der Geschichte stand — und es überlebt hat.
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„Zwischen alten Mauern und vergessenen Pfaden warten Geschichten darauf, wiedergefunden zu werden.“
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