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sie singt noch immer
ZZwischen St. Goar und St. Goarshausen, wo der Rhein seine engste Stelle hat und das Wasser in gefährlichen Strudeln um die Felsen schießt, erhebt sich ein 132 Meter hoher Schieferfels aus dem Strom. Hier haben Schiffe gekentert, seit Menschen den Rhein befahren. Und die Menschen brauchten eine Erklärung. Der Sage nach saß auf diesem Felsen ein blondhaariges Mädchen, kämmte ihr goldenes Haar und sang eine Melodie, so schön, dass die Schiffer nicht mehr auf die Felsen achteten – und ihr in den Tod folgten. Vor dem 19. Jahrhundert machte man Zwerge und Berggeister für die Unglücke verantwortlich, die sich an dieser Stelle häuften. Erst Clemens Brentano schuf 1801 die Figur der singenden Jungfrau – und Heinrich Heine machte sie unsterblich. Die Loreley ist eine erfundene Sage. Aber der Felsen ist real. Und das Wasser darunter auch.

wo der Teufel rastete
TTief im Pfälzerwald, dort wo die Sandsteinfelsen seltsame Formen annehmen und der Wald so dicht wird, dass der Himmel verschwindet, steht ein Felsgebilde, das kein Mensch erschaffen hat – und das dennoch aussieht wie von Hand geformt. Der Teufelstisch im Pfälzerwald ist bekannt für seine schicksalsträchtigen Legenden, die von den Kräften der Natur und dem Einfluss von Fabelwesen erzählen. Der Sage nach soll der Teufel selbst hier gerastet haben – auf seinem Weg durch die Pfalz stellte er seinen Stein ab, setzte sich, und ließ ihn stehen. Ein riesiger Pilz aus rotem Sandstein, mitten im Wald, ohne Erklärung. Wer davor steht, fragt sich unwillkürlich: Wer sonst sollte so etwas hier hingestellt haben?

„Zwischen alten Mauern und vergessenen Pfaden warten Geschichten darauf, wiedergefunden zu werden.“
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