Neunkirchen
Neunkirchen ist eine Stadt, deren Geschichte untrennbar mit Eisen, Kohle und harter Arbeit verbunden ist. Wo einst Hüttenfeuer den Himmel erhellten und Maschinen den Takt des Alltags bestimmten, erinnern heute eindrucksvolle Zeugnisse an eine bewegte industrielle Vergangenheit. Doch Neunkirchen ist mehr als Stahl und Schlote: Zwischen alten Mauern, Kirchen, Plätzen und stillen Winkeln verbergen sich Geschichten von Aufstieg, Wandel und Neubeginn. Die Stadt wurde geprägt von Menschen, die kamen, blieben, arbeiteten und immer wieder neu anfingen. So liegt über Neunkirchen bis heute ein besonderer Hauch aus Vergangenheit und Veränderung. **Ein Ort voller Spuren – und vielleicht auch mancher Sage.**

Sagenhaftes in Neunkirchen

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Der Ith – der schlafende Drache

Wer ihn zum ersten Mal sieht, versteht sofort, warum die Menschen hier seit Jahrtausenden Geschichten erzählen.

DDer Ith erhebt sich wie ein schlafender Drache aus der Landschaft des Weserberglandes – ein langer, dunkler Rücken aus uraltem Kalkstein, gesäumt von bizarren Felsen und tiefen Wäldern, in denen das Licht nie ganz ankommt. Über 200 Sagen haben sich in diesem Höhenzug eingenistet. Von Riesen, die Felsen warfen. Von Hexen, die auf den Klippen tanzten. Von verborgenen Schätzen, die niemand je gefunden hat. Und von der Teufelsküche – jener unheimlichen Felsschlucht, in der manche glauben, die 130 Kinder von Hameln für immer verschwunden sind. Die Germanen verehrten hier ihre Götter. Die Felsen tragen noch heute ihre Namen. Der Ith schweigt. Aber er vergisst nichts.

Der Böxenwulf – der Wolf in Hosen

Er kommt in der Nacht. Lautlos.

UUnd wer allein durch die Wälder des Weserberglandes wandert, wenn der Mond hinter den Wolken verschwunden ist, der sollte sich nicht umschauen. Der Böxenwulf ist eigentlich ein Mensch – einer, der durch das Umschnallen eines magischen Gürtels übermenschliche Kraft erhält und sich verwandelt. Sagen auf der Spur Böxen sind Hosen – er ist also buchstäblich der Wolf, der Hosen trägt. Ein Werwolf aus dem Volk, aus der Nachbarschaft, aus dem Dorf nebenan. Des Nachts springt er einsamen Wanderern auf den Rücken, lässt sich tragen – und lässt so schnell nicht wieder los. Und am nächsten Morgen liegt irgendwo ein reicher Bauer krank im Bett, mit Wunden, die niemand erklären kann. Wer war der Böxenwulf? Vielleicht dein Nachbar. Vielleicht jemand, den du kennst. Geh nicht allein durch den Wald. Nicht nachts.

Schatztruhe

Erhalte einen Schatz wenn du genau hingehört hast und den Spuren gefolgt bist

1. Was geschah der Sage nach mit den Kindern von Hameln?

2. Wodurch erhielt der Böxenwulf seine Kräfte?

3. Warum wird der Ith „der schlafende Drache“ genannt?

4. Was tat der Böxenwulf nachts mit einsamen Wanderern?

5. Wofür ist der Ith besonders bekannt?

Ergebnis

„Zwischen alten Mauern und vergessenen Pfaden warten Geschichten darauf, wiedergefunden zu werden.“

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