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NNiemand weiß genau, wer oder was es ist. Manche beschreiben einen kleinen Mann mit langem Bart und rotem Mantel. Andere berichten von einem Ritter in alter Rüstung, der lautlos durch die Gänge des Schlosses wandert. Der Sage nach bewacht das Petermännchen verborgene Schätze und wacht über das Schloss. Ehrliche Menschen lässt es unbehelligt. Doch wer stiehlt, lügt oder sich schlecht benimmt, soll seinen Zorn zu spüren bekommen. Türen schlagen zu, seltsame Geräusche erklingen, und mancher Übeltäter verschwand angeblich voller Schrecken aus dem Schloss. Bis heute gehört das Petermännchen zu den bekanntesten Sagengestalten Mecklenburgs. Und wer nachts durch die alten Flure des Schweriner Schlosses geht, der fragt sich vielleicht, ob der kleine Wächter noch immer seine Runde dreht.

TTief im Buchenwald von Rügen, versteckt hinter uralten Stämmen und moosbedeckten Hängen, liegt ein See, der so still ist, dass man das Atmen vergisst. Der Herthasee. Dunkel, glatt, von Stille umgeben – als würde das Wasser etwas verbergen. Hier soll einst die Göttin Hertha gewohnt haben. Priester sagten mithilfe der Göttin die Zukunft voraus. Die Germanen glaubten, dass sie in diesem See badet – und wer ihr dabei zusah, zahlte mit dem Leben. Ihr Wagen wurde von weißen Kühen durch das Land gezogen, und wo sie erschien, herrschte Frieden. Wo sie verschwand, kam das Dunkel. Heute ist der See ein Wanderziel. Aber wer dort steht, wenn der Wald schweigt und das Wasser keine Welle schlägt, spürt: Hier war einmal etwas. Etwas, das noch nicht ganz gegangen ist.

„Zwischen alten Mauern und vergessenen Pfaden warten Geschichten darauf, wiedergefunden zu werden.“
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